Port Macquaire verspricht schon wenn man reinfährt eigentlich nicht viel. Sehr verschlafenes Nest mit gerade den nötigsten Einkaufsmöglichkeiten. Leider war das Wetter an der Anreise und die nächsten Tage darauf auch noch nicht gerade das, was man sich erhofft. Aber da meine Zeit an der Ostküste möglichst gering bleiben soll, damit ich noch genügend von der Westküste habe, hab ich mal wieder das beste draus gemacht.
Angekommen im Backpackers hat das ganz einen echt netten Eindruck gemacht und die Matratze war die beste, die ich seit Antritt meiner Reise hatte.
Trotz wechselndem Wetter - Sonne, Regen, Regen, Sonnenschein (einer) habe ich die Wanderung entlang der Küste in Angriff genommen. Zum einen wurden mir Delfphine in einem kleinen Kanal versprochen, die ich natürlich nicht gesehen habe, trotzdem war es eine interessante Wanderung. Entlang des Kanals bis zur Spitze, die dann direkt am "Surferstrand" ist, waren bemalte Steine, auf denen sich Gäste/ Besucher verewigt hatten. Der Regen war zwar unangenehm hielt sich jedoch zunächst in Grenzen. Von der Spitze aus gings es entlang der Küste an einigen Buchten vorbei, die durch das unfreundliche Wetter beeindruckenden Wellengang hatten. Weiter ging es dann zum berühmten Koala-Krankenhaus, in dem angefahrene und angefallene Koalas aufgenommen und aufgepeppelt werden. Dieses befindet sich direkt neben einem historischen Siedlerhaus (fragt mich nicht wegen Einzelheiten).
Der Regen wurde dann immer schlimmer, also habe ich eine kurze Essenspause eingelegt und einen der weit verbreiteten Meat-Pies gegessen. Dann gings irgendwann doch weiter zu einem Wanderweg durch einen Regelwald. Durch den zunehmenden "Schutt" habe ich dann außer reisenden Strömen und dahinschwimmenden Wegen nicht viel sehen können.
Wieder zurück im Backpackers war ich klatschnass!
Also habe ich den Rest des Tages dann doch im Backpackers verbracht. Gegen Abend hatten wir dann mal wieder Goon - was sonst. Drei dt. Lehrerinnen sind dann auf die Idee gekommen, Kinderspiele anzufangen - Mord im Dunkeln, ... So hatten wir alle einen echt witzigen Abend.
Ab Abreisetag der zukünftigen Lehrerinnen, der auf denselben wie meinen fiel, mussten wir feststellen, dass das Backpackers doch etwas assi ist. Zur Ablage des Gepäcks bis 13.00 Uhr wurde nichts berechnet, bis 17.00 Uhr waren es 5 Dollar und danach bis max. 22.00 Uhr sollte man dann 15 Dollar berappen. Haben wir natürlich nicht eingesehen und sind ab 13.00 Uhr an den Busbahnhof gezogen. Abwechselnd haben wir dann nochmal die Regelwald-Wanderung gemacht, da das Wetter doch etwas besser war, als die Tage zuvor.
Gegen Abend sind da alle Freunde und bekannten aus dem Backpackers (also eigentlich das gesamte Backpackers) vorbeigekommen und haben im Busbahnhof mit uns gefeiert. Der Besitzer des BP hat jedesmal, wenn er Leute abgeholt hat, nur mit dem Kopf schütteln müssen.
Aus einem vermeidlichen Horrortag wurde durch die richtige Gesellschaft ne witzige Nummer.
Dann kam der Nachtbus gegen 1.00 Uhr. Emily habe ich dann auch das erste Mal getroffen und denn Tip fürs CouchSurfing bekommen.
raue See in Port Macquaire
Regelwald: Port Macquaire:
Bushaltestellen-Spaß in Port Macquaire:
traditionelles Siedler-Haus: Port Macquaire
Koala im Krankenhaus: Port Macquaire
Wanderweg an der Küste
BYRON BAY
Byron Bay, einer der beliebtesten Ziele der Backpackers hat einen gewissen Charme, der nur zum Teil meinen Geschmack trifft. Die Tatsache, dass dort wohl mehr Touristen als Einwohner sind, würde ich als unübersehbar bezeichnen. Backpackers gibts einige, die Hauptstr ist übersäht mit Reisebüros, Surfschulen werben an jeder Ecke und jede Nacht bieten die Clubs und Bars Specials an.
Der Strand, war trotz leichter Überfüllung recht schön, aber auch nicht ohne. Die Strömung war nicht zu unterschätzen und die Wellen eher für Surfer als Schwimmer geeignet. Direkt in der "Bucht" liegt dann auch noch ein Wrack, welches je nach Wasserstand gut bzw. weniger gut zu erkennen ist.
Auf Anraten von Patrick habe ich mich dann in der Arts Factory einquartiert, die zwar nicht im Zentrum liegt, ihrem Namen aber alle Ehre macht. Von einer guten Küchenausstattung konnte man hier wie so oft auch nicht sprechen, aber dafür wurde einige Dinge angeboten, die man nicht gerade erwartet. Aber dazu später.
Wie gesagt bieten die Pubs und Clubs nächtliche Specials an, um Gäste anzulocken. So braucht man eigentlich selten selber zu kochen, da es fast jede Nacht "Free Food" und "Free Beer" gibt. Natürlich nicht unbegrenzt, aber dafür wider Erwarten fast ohne Harken. Beim Essen musste man manchmal(!) bspw. ein Bier zu einem moderaten Preis dazubestellen.
Aber da das jeder macht, wird man schon auch satt. Daneben wird einem dann auch nochmal ein wet T-Shirt Contest geboten pder life-Bodypainting. In Australien ist das halt etwas sexistischer als bei uns. Dann komm ich nochmal zurück auf die Art Factory. Als ich mir so ein kostenloses Abendessen gönne kommen gerade Männlein und Weiblein vorbei und fragen, ob wir etwas gegen eine Massage hätten. - Lass mich kurz überlegen - NÖ! Und das ganze auf Trinkgeld-Basis, um, jetzt kommt die Verbindung zur Arts Factory, die Kosten des Massagekurses wieder zu verdienen und ein wenig zu üben. Hammer!
Nicht allzu weit weg von Byron Bay liegt Nimbin, ein sehr kleines Dorf, dass durch einen erhöhten Konsum an Haschisch und Marjuana und eine hohe Dichte an alten Hippies bekannt wurde. Da bietet "Grasshoppers" eine schmucke Tour an.
Ablauf:
- Wasserfall mit Naturpool und Rock-Jumping (s. Bilder)
- Grillen mit Regenwald-Wanderung
- 1-2 h in Nimbin - völli ausreichend, da vom Tourismus verfälscht
Ich war froh, dass der Schwerpunkt nicht auf Nimbin gelegen hat, da ich doch etwas enttäuscht wurde. Es gibt sicherlich Gründe, mit denen man eine Legalisierung begründen könnte. Als traditionelles Hippie-Örtchen hätte ich im Museum sinnvolle Argumente erwartet - konnte doch nur verkiffte Gedanken finden. Bsp.: Hanf ist Naturprodukt - Was bildet der Mensch sich ein, die Natur zu verbieten? - SCHWACHSINN!
Also war die Entscheidung am Mardy Grass nicht mehr dort zu sein richtig. Würde zu viel Zeit verlieren, was sich wahrscheinlich nicht lohnt.
Byron Bay: Arts Factory Eingangsbereich
Byron Bay: Sonnenuntergang
auf dem Heimweg von der Nimbin-Tour: Blick auf Byron Bay
"Nimbin-Papageien"
Nimbin-Hippie-Museum:
Regelwald zwischen Nimbin und Byron Bay:
Jump the Rock: Nimbin-Tour
BRISBANE
Über Brisbane gibt es nicht allzu viel zu berichten. Liegt am Fluss (Farbe: kackbraun), moderne Bürohochäuser, sehr sauber, schöner Park. Hightlight war aber die Lagoone am Fluss. Ein kleines Paradies - kostenloses Schwimmbad, bewacht, mit Beachvolleyplatzanlage, Gasgrills und Liege- sowie Sitzflächen.
Gehaust habe ich einem mittelklassigen Backpackers mit Pool und schöner Sicht über Brisbane, kostenlosem Internet, wo jedoch ein leicht schimmliger Geruch in den Räumen war.
Brisbane: Blick aus dem "Volkspark" von Brisbane
Brisbane: öffentliche Lagune
Brisbane: Skyline
FAZIT bisher:
Australiens Ostküste via Bus verleitet mehr zum Feiern als zum Sightseeing. Zum einen liegt es sicher am Publikum, zum anderen an deren Werbeaktionen fürs Feiern und weniger der Nationalparks wegen.
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