Montag, 16. März 2009

Neuseeland: Suedinsel/ Westkueste bis ins Zentrum

Wellingston

Wellingston, das Tor zur Suedinsel ist eine recht grosse (fuer neuseelaendische Verhaeltnisse) Stadt. Viel zu sehen gab es nicht - dachte ich. Spaeter habe ich dann gehoert, dass es ein sehr interessantes Museum ueber die Geschichte der Maori gibt. Auch nicht so schlimm.

Immer noch mit den beiden Chaoten aus Rotorua unterwegs haben wir relativ schnell einen kostenlosen Parkplatz gefunden, der auch nicht allzu weit vom Zentrum entfernt war. Als das erledigt war, sind wir erstmal nach 3 Tagen ohne Duschmoeglichkeit zu den oeffentlichen Duschen uns reinigen gegangen. Das war eine Erfuellung! Ansonsten haben wir nur die Zeit etwas genossen, guten und sehr schlechten Rotwein getrunken und zwischendurch mal gekocht oder Fish und Chips bestellt. Komischerweise gibt es in der Hauptstadt Neuseeland nur mit Geheimtipp zwischen 14.00 und 17.00 Uhr etwas zu essen, da alles geschlossen hat.

Nette Pubs gabs auch, aber die habe ich dann eher gemieden, da man ja weiss, wie so etwas enden kann.

Gut fuer mich gings dann weiter, da mein Aufenthalt in Neuseeland begrenzt ist. Also habe ich mich mal ein Tag vorher informiert, wie man von dem besagten Parkplatz in die Stadt und dann zur Phaere kommt, die bereits morgens um 8.15 Uhr gehen sollte. Leider war die Info nicht ganz richtig und ich musste die anderen beiden nochmal wecken. Wie ich dann erfahren habe, lag es zum einen daran, dass es ein Feiertag war die Busse am WE gar nicht fahren. Bloed! Naja hat ja dann doch noch alles geklappt. Die Phaere, in meinem Flexipass enthalten, soll einer und wenn nicht sogar die schoenste der Welt sein. Ich kenne nicht viele, aber eine schoenere Ueberfahrt hatte ich tatsaechlich noch nicht. Wunderschoene Landschaften, blaues Meer ...
Vom Hafen aus gings ohne viel Zeit zu verlieren nach Nelson.


Nelson

In Nelson bin ich dann, wie man mir sagte, im bekannstesten oder beliebtesten Hostel abgestiegen. Ist echt ganz nett da: Pool, Spa Pool, Sauna, Fruehstueck inklusive, heisse Suppe am Abend und immer viel los. Ehrlich gesagt, konnte ich nicht verstehen, warum Reisende dort 7 Monate abhaengen!!! Der Schuppen hiess uebrigens Paradiso und hatte einen dt. Koch, der der schlechten Bezahlung in Deutschland entrinnen konnte und dort einen echt entspannten Job hat!

Viel von dem ganzen Angebot hab ich nciht genutzt, da ich viel unterwegs war, meine naechsten Schandtaten zu planen. Nicht weit entfernt von Nelson befindet sich naemlich der Abel Tasman Nationalpark. Dort kann man mit der richtigen Ausruestung abgeschieden von jeglicher Zivilisation 1 bis 5 Tage wandern gehen. Ein kleiner Nachteil dabei ist dann aber, dass es im Outback keine Supermaerkte gibt. Fuer Wasser sorgen zahlreiche Fluesse.

Fuer die Planung hatte ich mir dann einen halben Tag gegeben, was lt. herrschender Meinung etwas wenig ist. Da ich aber keine Zeit mit Planen verlieren wollte, musste das so schnell gehen. Und bei 2 Tagen kann man auch nicht so viel falsch machen. Die Informationen ueber die Wanderwege habe ich dann im Touristen-Informationcenter bekommen.

Wichtig war, den Stellplatz fuer mein Zelt, dass ich noch nicht hatte, zu buchen, sowie das Busticket. Dann noch schnell einkaufen gehen um ausreichend Nahhaftes zu haben.

Kurz ein Ueberblick (ungefaehr):
Ankunft 15.00 Uhr
Check-In 15.45 Uhr
Entscheidung zum Abel Tasman: 17.00 Uhr
Planung bis 18.00 Uhr
Abendessen, Flaechchen Wein mit dem Rest der Bande
Einkaufen: 8.00 - 10.15 Uhr (Zelt und Nahrung)
10.30 Uhr Abfahrt


Abel Tasman Nationalpark

Nach 2 Stunden Fahrt gings dann los.

Der Wanderweg ist unglaublich schoen. Die Vegetaion extrem abwechslungsreich und meist schattig, was die Angelegenheit nicht ganz so Schweisstreibend macht. Man passsiert einen Traum-Strand nach dem anderen, gelangt zu Fluessen die klarer nicht sein koennten und atmet klare Luft.

Ein ganz grosses Manko sind die Sandfliegen. Extrem laesstige Viecher, vor allem gegen Abend sehr aktiv und erbarmungslos mit allem was Blut traegt. Meine Fusse sind immer noch boese zerstochen - trotz Antimueckenmilch!

Hier einer der schoenen Straende:
Fotographiert Richtung "Berge":


fotographiert mit Meerblick:

Gegen Ende des 1 Wandertages bin ich in der Akersten Bay angekommen. Dort war ich zunaechst einziger Bewohner, was sich am spaeten Abend noch geaendert hat. Aber den Strand zu zweit zu teilen ist immernoch ein sensationelles Erlebnis.

Am naechsten Morgen bin ich dann frueh aufgestanden, um bei Sonnenaufgang zu fruehstuecken und nicht in der Mittagshitze wandern zu muessen.

Fliegenpilze:

Gegen 16.00 Uhr wurde ich dann in der Bark Bay von einem Wassertaxi abgeholt und zurueck nach Kaikerikeri gebracht um den Bus nach Nelson zu bekommen.

Eine Nacht in Nelson und weiter gehts am naechsten Morgen mit dem Bus (7.15 Uhr) nach Greymouth. Unterwegs ein kleiner Stop in Punakaiki (Pancake Rocks/ Paparoa Nationalpark).

Greymouth

Warum ich in Greymouth gehalten habe, frage ich mich immer noch, aber was soll man machen, wenn man sich erstmal entschieden hat. Viele haben mir gesagt, dass es sich nicht lohnt dort zu stoppen, da es dort eigentlich nichts zu tun gibt, ausser einer Brauaereibesichtigung der Brauerei Monteith. Ansonsten ist Greymouth trotz seiner Groesse ohne Reiz. Ich vermute die Bekanntheit ruehrt daher, dass dort die Transalpine Eisenbahn startet, deren Ziel Christchurch ist. Da ich jedoch eine andere Route hatte, ist das fuer mich ausgefallen.

Die Braueribesichtigung war dann aber doch ganz lustig und das Bier auch geniessbar. Ein Statement hat mir ganz gut gefallen:

"We have won best ale at some international beer award in australia - wherever that is!"

Ach ja! Die gute alte Traveller-Bibel empfielt noch eine Besuch im Museum. Der Einlass von 5 Dollar erlaubt, ein 1-Familienhaus zu betreten, dass alleine von der Vorhalle schon nicht viel verspricht. Also habe ich das besser gelassen und bin mir sicher nix verpasst zu haben.

Am naechsten Tag und einem heissen Bad gings dann weiter die Westkueste gen Sueden. Die Westkueste, bekannt fuer schlechtes Wetter hat ihre Bekanntheit nicht von ungefaehr. Es geht sogar soweit, dass die Schafzucht nur mit spezieller Bearbeitung der Boeden notwenig ist, da die Schafe ansonsten in den matschigen und nassen Boden mit ihren kleinen Fuesse versinken und verenden wuerden. Trotzdem ist die Landschaft unglaublich schoen.

An ein paar Highlights wurde dann gehalten und zum Fotographieren aufgefordert:
Jade-Fabriken in Hokitika und an diesen Gebilden hier:



Fox Glacier

Ziel der Busfahrt war Fox Glacier!

Da ich hier nur wenig Zeit eingeplan hatte, musste jede Minute genutzt werden.
Stolz auf die Errungenschaft eines Zeltes habe ich, obwohl ich von den Betreibern des Backpackers dafuer belaechelt wurde, selbiges erst einmal errichtet. Das Wetter hatte da noch relativ stabil ausgesehen. Ankunft war um 17.30 Uhr, Sonnenuntergang um 19.30 Uhr, Wanderung zum Gletscher: ca. 1 h je Weg!

Rechnerisch machbar, also los gehts!
Gluecklicherweise wurde ich auf halber Strecke von einem aelteren Eherpaerchen aufgelesen. Die Angabe, es dauert eine Stunde, waere wohl nicht erreichbar gewesen. Unterwegs sind uns dann noch Rettungskraefte entgegengekommen, die einen abgestuerzten Wanderer bergen mussten. Aus diesem Grund war der Wanderweg zum Gletscher leider gesperrt, und nur folgender Ausblick erlaubt:

Auf dem Weg zum Gletscher hatte ich ein Wanderweg entdeckt, der fuer den naechtlichen Gebrauch gedacht ist. Ein kurzer Rundweg durch den Wald, der mit Gluehwuermchen gespickt ist. Sehr schoen.Als wir aber vom Gluehwuermchenwanderweg zurueckkamen, war der Regen staerker als die meisten Duschen in den Hostels. Den ersten Test hat das Zelt aber tadellos bestanden.

Am naechsten Morgen sollte es um 9.30 Uhr mit dem Bus nach Wanaka weitergehen. Der Lake Matheson, wie man sagt einer der meist fotographierten Seen Neuseelands liegt 2 h zu Fuss von Fox Glacier entfernt. Also habe ich mir, in der Hoffnung auf besseres Wetter den Wecker auf 4 Uhr gestellt, um den See bei Sonnenaufgang zu erreichen. Leider war das Wetter sehr unbestaendig, was mir ein paar Stunden mehr Schlaf verschafft hat.


Wanaka

Wasserfall: Waterfalls Hunting, einer der Hauptattraktionen zwischen Fox Glacier und Wanaka:

Auf dem Weg nach Wanaka hatte ich eigentlich vor, ein kleines Nickerchen zu machen, aber die Landschaft erlaubte es nicht, die Augen zu schliessen. Da reiht sich eine turkiser See an den anderen, Wasserfaelle, Canyons links, turkise Fluesse rechts, Berge geradeaus, ungeberuehrte natur hier, Wasserfall dort. Unglaublich!!

Wanaka ist ein echt schoenes Nest um laenger zu bleiben. Zahlreiche lange und kurze Tracks, der Wanaka See und vieles Mehr. Ich habe mich dann am Ankunftstag fuer den Mt Iron Track entschieden, den ich bei Sonneuntergang beendet hatte. Vom Gipfel aus hatte man einen guten Ueberblick ueber die Gegend um Wanaka herum.

Auf meinem Rueckweg habe ich Michael getroffen. Wie das so ist, kommt man schnell auf die Idee auf ein Bier in ein Pub zu gehen. Naja ich glaube mehr muss ich nicht sagen, man weiss ja wie sowas endet.

Am naechsten Morgen gings dann wieder um 7.00 Uhr ausm Bett und mit nem kleinen Hangover ab zum Canyoning:
Wassertemperatur: 12 Grad Celsius
Hoechster Sprung: 9 m
Dauer: 9.00 - 16.30 Uhr







Naechster Tag:
Der Plan war zunaechst, Mt Roy zu besteigen, da dieser Track zu Fuss erreichbar war. Trotzdem hab ich natuerlich versucht zu Hitchhiken. Dabei wurde ich von nem dt. Paerchen aufgelesen, die ein deutlich weiteren Weg auf sich nehmen wollten. Alles klar - bin ich dabei!
Ca. 50 km von Wanaka entfernt endet die wohl laengste Sackgasse der Welt am Fusse des Rob Roy. Wiedermal ein super Wanderweg und diesmal sogar mit Gletscher.

Rob Roy (Berg) mit Blick auf den Gletscher:



Zurueck in Wanaka gings dann per Anhalter nach Queenstown.

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